Allgemeine Geschäftsbedingungen von Telaro.ai

Stand: 5.6.2026
E-Mail: hello@telaro.ai

Hinweis: Diese AGB sind in der jeweils gültigen Fassung Vertragsgrundlage zwischen Telaro.ai („Anbieter", „wir"; rechtlich getragen durch die My Online Concept GmbH, FN 581251g, LG St. Pölten — vollständige Anschrift siehe Impressum) und dem Vertragspartner („Kunde", „Sie"). Ergänzende Bedingungen für Vertriebspartner („Reseller") finden Sie in Abschnitt 16.

1. Geltungsbereich

Diese AGB gelten für sämtliche Verträge zwischen Telaro.ai und ihren Kunden über die Nutzung der unter telaro.ai bereitgestellten KI-Telefonie-Plattform („Telaro", „Plattform") sowie für sämtliche damit verbundenen Leistungen. Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, sofern wir diesen ausdrücklich schriftlich zugestimmt haben.

Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB bzw. § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

2. Definitionen

  • Plattform: die durch den Anbieter unter telaro.ai bereitgestellte Software-as-a-Service-Lösung inkl. KI-Sprachagenten, Telefonnummern-Bereitstellung, Knowledge-Base, Anruf-Protokollierung, Reporting und Integrationen.
  • KI-Sprachagent: eine automatisierte Telefonstimme, die eingehende und ausgehende Anrufe im Namen des Kunden entgegennimmt bzw. tätigt.
  • Endnutzer: Personen, die den vom Kunden betriebenen Sprachagenten anrufen oder von diesem angerufen werden.
  • Reseller: ein Kunde, der eine Reseller-Lizenz erworben hat und Telaro im eigenen Namen an eigene Endkunden vermittelt (siehe Abschnitt 16).
  • Demo-Agent: ein vorkonfigurierter KI-Sprachagent zu Präsentationszwecken, der nicht für den produktiven Betrieb mit Echtkunden bestimmt ist.

3. Vertragsgegenstand

Gegenstand des Vertrags ist die zeitlich befristete Einräumung des Rechts, die Plattform im Rahmen des vom Kunden gewählten Tarifs (Solo, Team, Scale oder Reseller) zu nutzen. Konkret umfasst dies:

  • Bereitstellung der Web-Anwendung zur Konfiguration von KI-Sprachagenten,
  • Bereitstellung einer oder mehrerer österreichischer/internationaler Rufnummern,
  • Bereitstellung der Sprach-Infrastruktur (Telefonie, Sprachsynthese, Spracherkennung),
  • Speicherung von Anrufprotokollen, Transkripten und — sofern vom Kunden aktiviert — Audio-Aufzeichnungen,
  • Bereitstellung von Schnittstellen (Webhook, REST-API, E-Mail-Benachrichtigungen).

Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem im Bestellprozess gewählten Tarif sowie aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf telaro.ai/preise.

4. Vertragsabschluss

Die Darstellung der Plattform und Tarife auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Bestellung. Der Vertrag kommt zustande, indem der Kunde einen Tarif im Self-Service-Portal auswählt, die Bestellung über den Zahlungs-Dienstleister Stripe abschließt und der Anbieter den Zugang zur Plattform freischaltet — im Regelfall unmittelbar nach Zahlungseingang.

Mit Abschluss der Bestellung bestätigt der Kunde, diese AGB sowie die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert zu haben.

5. Leistungen, Verfügbarkeit und Wartung

  • Verfügbarkeit: Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % im Monatsmittel an, gemessen am Hauptzugang über telaro.ai. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle, die auf höhere Gewalt oder das Versagen von Drittanbietern (siehe Abschnitt 11) zurückzuführen sind.
  • Antwortlatenz: Wir orientieren uns an einer durchschnittlichen Sprach-Roundtrip-Latenz von <500 ms. Eine darüber hinausgehende Echtzeit-Garantie kann technisch nicht gegeben werden.
  • Wartungsfenster: Geplante Wartungen werden mindestens 24 Stunden vorab per E-Mail oder im Dashboard angekündigt und bevorzugt in den Nachtstunden (MEZ) durchgeführt.
  • Weiterentwicklung: Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform fortzuentwickeln, Funktionen zu ergänzen oder anzupassen, solange der vertragsmäßig geschuldete Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.

6. Preise und Zahlung

Sämtliche auf der Website angegebenen Preise verstehen sich, sofern nicht anders ausgewiesen, in Euro netto zzgl. der jeweils geltenden Umsatzsteuer.

  • Tarife mit monatlicher/jährlicher Abrechnung werden im Voraus über Stripe abgerechnet. Bei Jahresverträgen wird der Gesamtbetrag zu Vertragsbeginn fällig.
  • Einmalige Einrichtungsgebühren (insbesondere bei Reseller-Lizenz und Demo-Agent-Setup) werden mit Vertragsabschluss fällig.
  • Nutzungsabhängige Zusatzminuten: Überschreitet der Kunde das im Tarif inkludierte Minutenkontingent, werden zusätzliche Sprachminuten mit dem im Dashboard ausgewiesenen Minuten-Tarif (derzeit 0,12 € netto/Min) nachträglich abgerechnet.
  • Zahlungsmittel: Die Bezahlung erfolgt ausschließlich über den Zahlungs-Dienstleister Stripe (SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, ggf. weitere von Stripe unterstützte Verfahren).
  • Verzug: Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, die Plattform-Nutzung nach vorheriger Mahnung zu sperren. Verzugszinsen werden in gesetzlicher Höhe geltend gemacht.

7. Geld-zurück-Garantie

Für die Reseller-Lizenz sowie für ausgewählte Tarife gewähren wir, soweit auf der jeweiligen Bestellseite ausdrücklich ausgelobt, eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Die Garantie endet vorzeitig, wenn der Kunde aktiv kommerzielle Provisionen über die Plattform vereinnahmt oder die Plattform bereits gegenüber Endkunden produktiv eingesetzt hat. Die Rückerstattung erfolgt über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel.

Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht aufgrund der B2B-Ausrichtung der Plattform nicht.

8. Pflichten und Obliegenheiten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform ausschließlich gesetzeskonform zu nutzen. Insbesondere:

  • vollständige und wahrheitsgemäße Angaben bei der Registrierung;
  • sicherer Umgang mit Zugangsdaten und API-Schlüsseln; Weitergabe an Dritte nur unter Einhaltung der vertraglich zulässigen Mitarbeiter- und Mandantenstruktur;
  • keine missbräuchliche Nutzung — insbesondere keine Spam-Anrufe, Belästigungsanrufe, Anrufe an Notrufnummern, Anrufe mit betrügerischer Absicht, Phishing-Anrufe oder Verstöße gegen Telefonwerbeverbote (§ 107 TKG 2021 in Österreich, § 7 UWG in Deutschland und vergleichbare Vorschriften);
  • eigenverantwortliche Information der Endnutzer über den Einsatz eines KI-Sprachagenten, sofern dies nach geltendem Recht (z. B. Art. 50 KI-VO der EU) erforderlich ist;
  • bei Audio-Aufzeichnungen: vorherige Einholung der Einwilligung der Endnutzer und Erfüllung der gesetzlichen Informationspflichten (insbes. Art. 13 DSGVO);
  • bei Outbound-Calls: Sicherstellung, dass für jede angerufene Person eine wirksame vorherige Einwilligung zur telefonischen Kontaktaufnahme vorliegt.

Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer schuldhaft unrichtigen Nutzung der Plattform durch den Kunden resultieren.

9. Inhalte des Kunden und KI-Antworten

Der Kunde ist allein verantwortlich für die in die Plattform eingestellten Inhalte (insbesondere Prompts, Wissensdokumente, Begrüßungstexte). Er versichert, dass er an diesen Inhalten über die erforderlichen Rechte verfügt und sie keine Rechte Dritter verletzen.

Die Plattform nutzt generative KI-Modelle. Die Antworten der KI-Sprachagenten können trotz sorgfältiger Konfiguration ungenau, unvollständig oder unerwartet sein. Eine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit einzelner KI-Antworten kann nicht übernommen werden. Der Kunde verpflichtet sich, kritische Geschäftsprozesse durch geeignete menschliche Kontrolle abzusichern.

10. Aufzeichnungen, Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit im Rahmen der Nutzung der Plattform personenbezogene Daten der Endnutzer verarbeitet werden, ist der Kunde Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Abs. 7 DSGVO; der Anbieter agiert als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO. Eine entsprechende Auftragsverarbeitungs-Vereinbarung (AVV) wird im Dashboard bereitgestellt bzw. auf Anfrage in Textform übermittelt. Im Übrigen gilt die separate Datenschutzerklärung.

11. Drittanbieter

Zur Bereitstellung der Plattform setzt der Anbieter sorgfältig ausgewählte Subdienstleister für Telefonie-Infrastruktur, Sprach-KI, Authentifizierung, Zahlungsabwicklung, E-Mail-Versand und Hosting ein. Die jeweils aktuelle namentliche Auflistung dieser Subdienstleister ist Bestandteil der Auftragsverarbeitungs-Vereinbarung (AVV), die im Dashboard verbindlich abgeschlossen wird, sowie der Datenschutzerklärung. Ausfälle dieser Dienste können sich auf die Verfügbarkeit der Plattform auswirken; der Anbieter haftet hierfür nur im Rahmen von Abschnitt 13.

12. Geistiges Eigentum

Sämtliche Rechte an der Plattform, ihren Inhalten, Markenzeichen, Designs, Quellcodes und Dokumentationen stehen ausschließlich dem Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern zu. Der Kunde erhält ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertrags. An vom Kunden eingestellten Inhalten räumt der Kunde dem Anbieter ein einfaches, nicht-übertragbares Recht zur Nutzung im Rahmen der Leistungserbringung ein.

13. Haftung

Wir haften für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit unbeschränkt sowie zwingend nach Produkthaftungsgesetz. Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden — höchstens jedoch auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadenauslösenden Ereignis tatsächlich entrichteten Nettogebühren.

Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden, Datenverluste und entgangene Provisionen ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

Der Anbieter haftet ferner nicht für Schäden, die aus einer fehlerhaften Konfiguration der Plattform durch den Kunden, einer missbräuchlichen Nutzung durch Dritte mit den Zugangsdaten des Kunden oder aus Ausfällen der unter Abschnitt 11 genannten Subdienstleister resultieren.

14. Laufzeit und Kündigung

  • Monatliche Tarife sind jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungs­ monats kündbar.
  • Jährliche Tarife sind mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende der Vertragslaufzeit kündbar. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich der Vertrag um jeweils ein weiteres Jahr.
  • Bereits gezahlte Gebühren werden außer im Anwendungsbereich der Geld-zurück-Garantie (Abschnitt 7) nicht anteilig erstattet.
  • Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (z. B. nachhaltiger Verstoß gegen Abschnitt 8) bleibt für beide Parteien unberührt.
  • Nach Vertragsende verbleibende Kundeninhalte (Transkripte, Aufzeichnungen, Knowledge- Base) werden nach Ablauf einer Wiederherstellungsfrist von 30 Tagen automatisch gelöscht, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht.

15. Disclosure-Pflicht beim Einsatz von KI-Sprachagenten

Der Kunde ist verpflichtet, beim Einsatz der KI-Sprachagenten die rechtlichen Informationspflichten gegenüber den Endnutzern einzuhalten, insbesondere die Transparenzpflichten nach Art. 50 der EU-KI-Verordnung. Bei Demo-Agenten, die der Anbieter im Rahmen seines eigenen Marketings (telaro.ai) oder ein Reseller im Rahmen seiner Vertriebstätigkeit betreibt, erfolgt ein automatischer Disclosure-Hinweis zu Beginn jedes Gesprächs.


16. Besondere Bestimmungen für Reseller

Dieser Abschnitt gilt ergänzend für Kunden, die eine Reseller-Lizenz erworben haben. Bei Widersprüchen zwischen Abschnitt 16 und den vorstehenden Bestimmungen geht Abschnitt 16 für die Reseller-Tätigkeit vor.

16.1 Erwerb der Reseller-Lizenz

Mit Erwerb der Reseller-Lizenz (derzeit EUR 397,— brutto inkl. 20 % USt., einmalig) erhält der Reseller das Recht, im eigenen Namen Telaro-Lösungen an Endkunden zu vermitteln, eigene Demo-Agenten zu erstellen und an der Provisionsstruktur teilzunehmen. Es entsteht kein Arbeits-, Handelsvertreter- oder Franchise-Verhältnis. Der Reseller ist selbstständiger Unternehmer und trägt das wirtschaftliche Risiko seiner Tätigkeit eigenständig.

16.2 Provisionsstruktur

Der Reseller erhält folgende Provisionen auf den Netto-Umsatz, den von ihm vermittelte oder ihm in der Struktur zugeordnete Endkunden mit dem Anbieter erzielen:

  • Direkte Vermittlung: 20 % auf den wiederkehrenden Netto-Umsatz von Endkunden, die der Reseller direkt vermittelt hat.
  • Strukturprovision Ebene 1: 7 % auf den wiederkehrenden Netto-Umsatz von Endkunden, die ein direkt vom Reseller eingeladener Sub-Reseller vermittelt hat.
  • Strukturprovision Ebene 2: 3 % auf den wiederkehrenden Netto-Umsatz von Endkunden, die ein Sub-Reseller eines direkten Sub-Resellers vermittelt hat (zwei Ebenen tief).

Provisionen entstehen erst, sobald der Endkunde die jeweilige Rechnung vollständig bezahlt hat. Storno-, Widerrufs- oder Rückbuchungsfälle führen zur Rückbelastung der bereits gutgeschriebenen Provision. Setup-Gebühren, einmalige Einrichtungspauschalen, durchgereichte Telefonie-Verbindungsentgelte sowie etwaige USt-Anteile sind nicht provisionspflichtig, soweit nicht ausdrücklich abweichend ausgewiesen.

16.3 Abrechnung und Auszahlung

Provisionen werden monatlich im Reseller-Dashboard ausgewiesen. Die Auszahlung erfolgt gegen ordnungsgemäße Rechnung des Resellers an den Anbieter (siehe Impressum), frühestens am Folgemonatsersten nach Zahlungseingang des Endkunden. Eine Mindestauszahlungsgrenze sowie die konkreten Auszahlungsmodalitäten ergeben sich aus den im Reseller-Dashboard hinterlegten Bedingungen.

16.4 Zuordnung in der Struktur

Die Zuordnung neuer Reseller in der Struktur erfolgt ausschließlich über den persönlichen Empfehlungslink. Ein nachträglicher Wechsel der Upline ist ausgeschlossen, sofern nicht beide betroffenen Reseller sowie der Anbieter ausdrücklich zustimmen. Selbst-Empfehlungen sind ausgeschlossen.

16.5 Pflichten des Resellers

  • Der Reseller darf nur mit den vom Anbieter freigegebenen Marken-, Bild- und Textmaterialien werben und hat dabei sämtliche gesetzlichen Vorgaben (insbesondere UWG, MarkenG und das Wettbewerbsrecht) einzuhalten.
  • Falschdarstellungen zu Funktionsumfang, Preisen, Verfügbarkeiten oder Provisionsmodellen sind ausdrücklich untersagt.
  • Der Reseller stellt sicher, dass Endkunden vor Vertragsschluss über die geltenden AGB und die Datenschutzerklärung des Anbieters informiert werden.
  • Der Reseller darf seine Vertriebstätigkeit nicht über Spam-E-Mails, unaufgeforderte Anrufe (Cold-Calling) oder andere unlautere Methoden betreiben.
  • Demo-Agenten, die der Reseller im Namen eines Endkunden betreibt, müssen den automatisierten Disclosure-Hinweis (Abschnitt 15) beibehalten.

16.6 Demo-Agenten des Resellers

Reseller können im Rahmen ihrer Lizenz eigene Demo-Agenten erstellen. Diese sind ausschließlich zu Präsentations- und Akquisezwecken bestimmt und dürfen nicht als produktiver Telefon-Service eingesetzt werden. Eine produktive Nutzung erfordert den Abschluss eines regulären Endkunden-Tarifs.

16.7 Beendigung der Reseller-Beziehung

Beide Parteien können die Reseller-Beziehung mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende ordentlich kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund — insbesondere bei nachhaltigem Verstoß gegen Abschnitt 16.5 oder gegen geltendes Recht — bleibt unberührt. Mit Beendigung der Reseller-Beziehung endet das Recht zur Vermittlung und Eigenwerbung. Provisionsansprüche aus bereits vermittelten und bezahlten Endkunden- Rechnungen bleiben, soweit bereits entstanden, unberührt.

16.8 Steuerliche Selbstverantwortung

Der Reseller ist für die ordnungsgemäße Versteuerung seiner Provisionen sowie für die Anmeldung etwaiger Gewerbe-, Sozialversicherungs- und Umsatzsteuer-Pflichten selbst verantwortlich. Der Anbieter übernimmt keine Steuerberatung und keine Haftung für aus der Reseller-Tätigkeit resultierende Steuer- oder Sozialversicherungsforderungen.


17. Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail oder im Dashboard angekündigt. Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird der Kunde in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Kunde fristgerecht, kann der Anbieter den Vertrag zum Wirksamkeitsdatum der Änderung außerordentlich kündigen.

18. Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, alle als vertraulich gekennzeichneten oder ihrer Natur nach vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei nur zur Vertragserfüllung zu verwenden und Dritten nicht zugänglich zu machen. Diese Verpflichtung besteht über das Vertragsende hinaus für drei Jahre fort. Ausnahmen gelten für allgemein bekannte Informationen, für gesetzliche Offenlegungspflichten sowie für Subunternehmer im Rahmen der Leistungserbringung.

19. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Regelung als vereinbart, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten Zweck am nächsten kommt.

20. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Anbieters (Landesgericht St. Pölten).

21. Schlussbestimmungen

Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform; dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses. Der Kunde ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters auf Dritte zu übertragen.

Hinweis zur Rechtsberatung: Diese AGB wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, ersetzen jedoch keine individuelle Rechtsberatung. Vor Verwendung im Produktivbetrieb empfehlen wir eine abschließende Prüfung durch einen auf IT- bzw. SaaS-Recht spezialisierten Rechtsanwalt.